Und plötzlich habe ich einen Garten

Als ich im Oktober 2017 meine bessere Hälfte kennenlernte war von Anfang an irgendwie klar, dass wir zusammengehören. Warum? Keine Ahnung, aber wir waren vom ersten Moment an so vertraut, als wenn wir uns schon ewig kennen würden. So hat es auch nicht lange gedauert (2 Tage um genau zu sein) und wir waren offiziell ein Paar.

Während unseres ersten Treffens meinte meine bessere Hälfte, dass er, knapp 10 Autominuten von unserer inzwischen gemeinsamen Wohnung, einen Schrebergarten besäße. Mein erster Gedanke: „Miniparzelle mit einem Holzverschlag zum Drunterstellen, wahrscheinlich ohne fließendes Wasser und wohlmöglich ohne Strom. Muss ich das haben?“ Meinen Gedankengang habe ich ihm übrigens erst nach der „Schrebergartenbesichtigung“ gebeichtet ;).

An unserem ersten gemeinsamen Wochenende sind wir sodann zum „Schrebergarten“ gefahren bzw. zu einem Gelände, was ich nicht als Schrebergartenanlage erkannt habe. Denn überall standen aus Stein gemauerte Häuser (und ich meine Häuser und keine Häuschen) mit wirklich tollen Gärten. „Schick“, dachte ich mir, aber wo soll hier ein kleiner „Schrebergarten“ sein?

Nachdem wir dann durch mehrere Wege gingen, standen wir vor einer Gartentüre und ich sah das

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Zwei große Wiesen, mittendrin ein großes Haus (den Pavillion gab es zu der Zeit noch nicht), ein Hochbeet, Beete am Weg, einen Birnen- und Kirschbaum sowie einige Obstpflanzen und Blumen.

Mein erster Eindruck „WOW“, meine erste Frage „Welche Seite gehört dir?“

Nach einem leichten Grinsen meinte er, dass alles ihm gehöre (inzwischen uns 😉 ). Knapp 300 qm Grundstück mit einem knapp 50 qm großen Haus (Küche (gekocht wird mit Gas), Wohnzimmer, Schlafzimmer und Badezimmer) … Ach ja, übrigens mit Strom und fließend Wasser ;).

Zu meinem Lieblingsstück im Haus gehört ein Holzofen, der liebevoll Luzifer von mir genannt wird. Macht Ìhr das auch, dass einige Gegenstände Namen bekommen?

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Übernommen hat er den Garten vor ca. 3 Jahren von einem älteren Ehepaar. Diese führten einen „pflegeleichten“ Garten, heißt, die jetzigen Blumenbeete waren voll mit hochgewachsenen Büschen und Sträuchern. Zwischendurch waren ein paar Tulpen als Farbklecks zu sehen (leider gibt es von dieser Zeit keine Fotos). In Eigenregie und als Gartenneuling, wurden dann erstmal die ganze Sträucher und Hecken entfernt. Das war aber wie gesagt alles vor meiner Zeit.

Einige Obstpflanzen sind allerdings geblieben, wie z.b. zwei Johannisbeersträucher, der Stachelbeerstrauch, der Kirsch- und der Birnenbaum und die Weinrebe, denn alle tragen jedes Jahr wunderbar wohlschmeckende Früchte.

Im letzten Jahr sind dann noch ein Heidelbeerstrauch, ein Säulenapfelbaum und ein Pfirsichbäumchen (was uns allerdings irgendwie zu schaffen macht) hinzugekommen. Wenn es nach mir ginge und wir den Platz dafür hätten (obwohl meiner Meinung nach könnte man diesen schaffen 😉 ), gäbe es noch mehr Obstpflanzen ;).

Zu Hause haben wir dann noch ein Feigenbäumchen, eine Kiwi- und eine Maracujapflanze stehen, die Ende Mai auch in den Garten ziehen dürfen.

Soviel also zu unseren Obstpflanzen. Aber auch Gemüse ist bei uns vertreten.

So haben wir dieses Jahr Gurke, Paprika, Lauchzwiebeln und Rote Beete in unser Hochbeet gepflanzt. Ich hoffe, dass unser Hochbeet dieses Jahr noch übersteht, denn so langsam aber sicher löst sich der Eigenbau in Wohlgefallen auf. Nächstes Jahr gibt es dann, sofern es nicht mehr „geflickt“ werden kann, ein neues.

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Neben dem Birnenbaum haben wir uns noch ein kleines Gemüsebeet angelegt, wo zur Zeit Kohlrabi, Paprika, Gurke und Stangensellerie gedeihen dürfen (man merkt, wir lieben Gurke und Paprika 😉 ).

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Aus Platzmangel (auch hier bin ich der Meinung, es könnte noch Platz geschaffen werden 😉 ), stehen im Gewächshaus Tomaten (teils gekauft, teils selbst gezogen), Radieschen (selbst gezogen), Sonnenblumen (selbst gezogen und werden die Tage ins Beet gesetzt), Zucchini, Gurke (beides selbst gezogen und werden auch die Tage ins Gemüsebeet gesetzt) und einige Kräuter.

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Neben dem Gewächshaus stehen dann noch in Töpfen Gelbe Zucchini, Kartoffeln und Liebstöckel.

Wenn es nach mir ginge, hätte ich neben dem Wunsch noch mehr Obstsorten zu haben, auch mehr Gemüsesorten ;). Aber was nicht ist, kann ja vielleicht noch werden.

Aber auch blühende Pflanzen und Dekoartikel dürfen bei uns nicht zu kurz kommen, daher auch hier ein kleiner Einblick in unsere bunte Welt (wie gesagt, es ist nur ein Einblick. Alle zu fotografieren hätte den Rahmen gesprengt 😉 ).

Ach ja, meine bessere Hälfte ist übrigens DEG-Fan, während mein Herz, auch nach dem Umzug nach Düsseldorf, weiterhin für den MSV Duisburg schlägt. Daher auch die Zwerge der beiden Vereine ;).

Ich hätte persönlich nie gedacht, dass ich lieber im Garten als zu Hause bin und daher nutzen wir wirklich jede freie Minute, uns um unseren Garten zu kümmern. Hier ist unsere Ruheoase, hier können wir wirklich abschalten vom Alltag, der neben Beruf noch andere (manchmal unschöne) Verpflichtungen mit sich bringt.

Eigentlich sollte der „Garteneinblick“ nur ein Kurzbericht werden, aber es ist doch ein halber Roman geworden ;). Bevor ich dann jetzt noch mehr schreibe was mit unserem Garten zu tun hat, gehe ich mich mal lieber wieder um unsere Pflanzen kümmern ;).

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